

17.08.21 –
Frau Prof. Dr. Barbara Benz von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen informierten über ihre Forschungen. Auch in privaten Gärten und Parks könnten blühenden Wiesen anstatt Golfrasen viel zur Unterstützung von Honig- und Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen & Co. erreicht werden.
In den letzten 15 Jahren ging die Anzahl der Wildinsekten um teilweise über 80 Prozent zurück. Weniger Insekten bedeutet weniger Futter für Vögel, Fledermäuse und andere Tiere. Der Artenschwund ist dramatisch. Wir brauchen die biologische Vielfalt als Lebensgrundlage, denn sie ist die Basis für unsere Ernährung, für fruchtbare Böden, den Wasserhaushalt und das Klima.
Eine wichtige Ursache für den Artenrückgang ist das Verschwinden der artenreichen Lebensräume in der Kulturlandschaft. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zu nennen sind u.a. Flächeninanspruchnahme und Landschaftszerschneidung durch Siedlungstätigkeit, Verkehrstrassen, der Klimawandel sowie eine intensive Land- und Forstwirtschaft. Das führt zu einem Verlust an Nahrung und Nistmöglichkeiten, die speziell für Wildbienen mit einem extrem selektiven Brut- und Ernährungsverhalten zum Verhängnis wird.
Wie die Honigbiene als landwirtschaftliches Nutztier in Zeiten steigender Temperaturen besser an den Klimawandel angepasst werden kann, wird in Trachenhausen ebenso erforscht wie die Züchtung von Varoa-resistenten Gattungen. Matthias Gastel ist der Schutz der Artenvielfalt, sowie der Klimaschutz ein besonderes Anliegen.
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